Projektarbeit von Studenten der Düsseldorfer Fachschule für Tourismus
 
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2. Begriffsdefinitionen und Erläuterungen

 2.1 Begriffsbestimmung Reisemarkt 

Da der Begriff „Reisemarkt“ in keinen uns zur Verfügung stehenden Quellen definiert wurde, beschreiben wir ihn wie folgt. Im Allgemeinen gehört der Reisemarkt zu den touristischen Märkten. Dort werden Güter und Dienstleistungen die im Zusammenhang mit Reisen stehen getauscht. Dabei können Anbieter und Nachfrager auf verschiedenen Märkten auftreten. Diese Güter und Dienstleistungen werden beispielsweise im Reisebüro oder im Internet verkauft. Unter dem Begriff Reisemarkt fallen jedoch auch Reisebüros die sich an Flughäfen wie z.B. in Frankfurt, Düsseldorf, Weeze und Köln niedergelassen haben, um dort ihre Reisen zu verkaufen. Ein Reisemarkt ist eine Gesamtheit einzelner Reisebüros die privat oder von großen Ketten-Reisebüros wie beispielsweise von Alltours, Atlas Reisen und der TUI geführt werden. 


2.2 Standortvorteil der Flughafenreisebüros 

Das Informationsverhalten und die Reiseentscheidungen der Deutschen erfolgt zu 42% durch die Auskunft von Freunden und Bekannten. Daher ist die wichtigste Informationsquelle der Deutschen die Mund-zu-Mund-Propaganda für die Reiseentscheidung ihrer Haupturlaubsreise. 

Auch die eigenen Reiseerfahrungen spielen hier eine große Rolle. 38% der Deutschen treffen durch ihre eigenen Reiseerfahrungen ihre Entscheidung. Als nächstes folgt mit 35% die Informationsquelle Reisebüro. Das Reisebüro wird als „Reiseprofi“ angesehen. Der Prozess der Entscheidung lässt sich in mehrere Phasen mit einem unterschiedlichen Informationsverhalten des Reisenden aufteilen: 1


• Phase der ersten Anregung 
   Informationsquellen, die breite Informationen enthalten werden hier
   eingesetzt (Gespräche mit Freunden und Bekannten).
Phase der Bekräftigung
   Exaktere Auskünfte werden hier angestrebt. Diese werden im
   Reisebüro oder in Katalogen von Reiseveranstaltern eingeholt.
Phase des eigentlichen Entschlusses und Phase der Vorbereitung   
  Hier haben Prospekte mit dem exakten Ziel zur  
  Informationsgewinnung eine große Bedeutung. 

Aus diesem Entscheidungsprozess geht klar hervor, dass das Reisebüro, trotz einer mittlerweile großen Vielfalt der Informationsmöglichkeiten, eine große Rolle bei der Reiseentscheidung der Deutschen spielt.

Reisebüros haben heutzutage durch den Druck der Konkurrenten und dem Direktvertrieb der Reiseveranstalter und Leistungsträger Schwierigkeiten sich auf dem Markt behaupten zu können. Aus diesem Grund wurden neue Wettbewerbsstrategien entwickelt. Diese sind z.B. die Ansiedlung an neuen Standorten, welche hohe Besucherzahlen aufweisen. Als neue Standorte werden Warenhäuser, Einkaufszentren, Verbrauchermärkte und Flughäfen definiert.2

Besonders der Flughafen zeigt einen hohen Standortvorteil für angesiedelte Reisebüros. Am Flughafen ist die „Nähe“ zum Urlaub direkt zu spüren, denn hier beginnt der Urlaub für viele Reisende. Die Motive des Reisenden werden daher am Flughafen geweckt. 

Besonders das Motiv „Abstand zum Alltag“, welches aus der „Reiseanalyse“ der „Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen“ besonders hervorgeht, kann an einem Flughafen geweckt werden. Denn hochgerechnet etwa 83% der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren finden es wichtig oder sogar besonders wichtig, im Urlaub den Abstand zum Alltag zu gewinnen.3 Geschäftsreisende hingegen, welche regelmäßig das Transportmittel „Flugzeug“ für Geschäftsreisen nutzen, werden hier natürlich nicht den Abstand zum Alltag sehen.

Ein Flughafenreisebüro bzw. ein Reisemarkt hat somit die bessere Ausgangssituation die Reiselust, welche durch die Urlaubsatmosphäre am Flughafen gesteigert wird, bzw. die Reiseentscheidung des Kunden zu beeinflussen. Auch Befragungen der Flughafenbüros bestätigen dies. Sie haben den Standort Flughafen aufgrund der Urlaubsatmosphäre gewählt. Ebenfalls spielt ein lockeres Ambiente bezogen auf den Anziehungspunkt Flughafen eine wichtige Rolle. Ein weiterer Vorteil der Reisebüros an Flughäfen ist, durch eine Sieben-Tage-Woche einen größeren Kundenkreis gewinnen zu können. Durch das schnellere Geschäft haben sie die Möglichkeit, mehr Buchungen im Vergleich zu einem Stadtbüro zu tätigen. Außerdem sind die einmaligen Einrichtungskosten relativ gering. 


2.3 Nachfrageverhalten 

Das Nachfrageverhalten beschreibt die Bedürfnisbefriedigung mittels eines Gutes, welches man in Sachgütern, Dienstleistungen und Rechte einteilen kann, die man mit Hilfe der vorhandenen persönlichen Mittel erwerben kann. Die Nachfrage wird im Tourismus wie folgt definiert.  

Die touristische Nachfrage stellt die Bereitschaft des Touristen dar, verschiedene bestimmte Mengen touristischer Güter zu verschiedenen bestimmten Geldmengen einzutauschen, d. h. zu erwerben.4



Die zunehmende Globalisierung und das sich ständig verändernde Nachfrageverhalten der Kunden stellen die Mitarbeiter der Tourismusbranche vor immer größere Herausforderungen. Während Preis und Einkommen eine immer untergeordnetere Rolle spielen, werden sozioökonomische Werte immer bedeutender. Siehe folgende Abbildung. 

Alternativtext
Abbildung 1 – Bedürfnishierarchie

Laut der „Reiseanalyse 2007“ der „Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V.“ (F.U.R) war die Urlaubsnachfrage im Jahr 2007 stabil und zeigt sogar eine leicht steigende Tendenz, welche sich auch auf das Jahr 2008 übertragen lässt. 6


2.4 Marketing-Mix 

Die 4 P´s (Product, Price, Promotion, Placement) müssen alle aufeinander abgestimmt sein und sich optimal in das Ziel einer Unternehmung einfügen. 

Folgende Grafik stellt die Instrumente der einzelnen Marketing-Politiken dar.7

Produktpolitik 
(Product)
Kommunikationspolitik (Promotion)
  • Kundendienst
  • Menge
  • Produktlinie (Sortiment)
  • Qualität
  • Personal Sellin
  • Public Relations
  • Verkaufsförderung
  • Werbung
  • Preis- und Konditionenpolitik (Price)
    Distributionspolitik 
    (Placement)
  • Preis
  • Rabatt
  • Skonto, Kredit
  • Absatzweg
  • Physische Distribution
  • Verkaufswege

  • 2.4.1 Produktpolitik

    Das erste wichtige Instrument des touristischen Marketing-Mix ist die Produktpolitik. Die Aufgabe der Produktpolitik ist es, das vorhandene Leistungsangebot ziel- und strategieorientiert zu gestalten.

    Sie bemüht sich, durch produktbezogene Maßnahmen bei den Kunden eine bessere Produktbeurteilung zu erreichen. Wichtige Teilbereiche sind
    - die Qualität im technisch-physikalischen Sinn,
    - die Produktgestaltung, Verpackung, Design und Layout,
    - die Gestaltung des Produktsortiments und
    - der Kundendienst einschließlich der Garantiepolitik.

    Ziel ist es, das Produkt im Raum des Produktmarktes optimal zu positionieren.



    2.4.2 Preispolitik 

    Die Preispolitik muss mit in die Unternehmensphilosophie der allgemeinen Unternehmensgrundsätze eingebettet werden. Auch die Preisstrategie sollte den Unternehmensgrundsätzen entsprechen.

    Gegenstand der Preispolitik ist die Festlegung des Verkaufspreises in Abstimmung mit den Marketing -Zielen und -Strategien. […] Im einzelnen behandelt die Preispolitik die verschiedenen Formen der Preisbildung sowie die besonderen Möglichkeiten unterschiedlicher Preisstrategien. 9

    Dabei sind zum einen die kostenorientierte, nachfrageorientierte und konkurrenzorientierte Preisbestimmung zu berücksichtigen und zum anderen im Rahmen der Preisdifferenzierung und der Hoch-, bzw. der Niedrigpreispolitik zu wählen. Ziel ist es, unter Berücksichtigung der oben genannten Instrumente den bestmöglichen Preis zu erzielen. 


    2.4.3 Distributionspolitik 

    Die Distributionspolitik oder auch Vertriebspolitik genannt, stellt die Wege des Vertriebes dar. Hier werden alle Entscheidungen über den Weg eines Produktes vom Hersteller zum Endabnehmer getroffen. 

    Die Vertriebspolitik beschäftigt sich mit sämtlichen Entscheidungen, die sich auf die direkte und/ oder indirekte Versorgung der Kunden mit materiellen und bzw. oder immateriellen Unternehmensleistungen beziehen.10



    2.4.4 Kommunikationspolitik 

    Ein weiterer Bestandteil des Marketing-Mix ist die Kommunikationspolitik. Während sich die Produkt- und Preispolitik eher mit der betriebsinternen Umsetzung der Marketingstrategien befassen, richtet sich die Kommunikationspolitik vorrangig auf die betriebsexterne Umsetzung, die wie folgt definiert wird: 

    Die Kommunikationspolitik umfasst eine Vielzahl von unterschiedlichen Instrumenten, die alle zusammen die Aufgabe haben, Informationen über die Leistungsbereitschaft zu vermitteln, eine Beziehung zur Öffentlichkeit herzustellen und zu konkreten Käufen und Reisen anzuregen. 11


    Die Instrumente umfassen Verkaufsförderung, Öffentlichkeitsarbeit (oder Public Relations), Werbung, Eventmarketing und persönlicher Verkauf. Ziel der Kommunikationspolitik ist es, den Kunden zu informieren, zum Kauf anzuregen und den persönlichen Kontakt zu pflegen. 


    2.5 Eventmarketing 

    Ein Event ist ein Ereignis oder eine Veranstaltung. Es dient dazu, die Teilnehmer und die emotionale Ebene anzusprechen. Events werden aus verschiedenen Gründen eingesetzt z.B. um Informationen zu vermitteln oder um Motivation und Aktivität der Teilnehmer zu erzielen. 

    "durch Produkt-, unternehmens- oder dienstleitungsbezogene Ereignisse sollen kognitive, emotionale und physische Reize dargeboten, Aktivierungsprozesse ausgelöst sowie unternehmensgesteuerte Botschaften, Informationen und Assoziationen kommuniziert werden, die zum Aufbau von Unternehmens- und Markenwerten einen positiven Beitrag leisten.“ 12



    2.6 SWOT-Analyse 

    „Die SWOT-Analyse verbindet die unternehmensinternen Voraussetzungen und Potentiale mit den externen Möglichkeiten. Die wesentlichen strategischen Überlegungen können in einer SWOT-Matrix gut veranschaulicht werden“ (FREYER 2006, S. 328).

    Die SWOT-Analyse stellt keine eigene Analyse-Methode dar, verbindet jedoch die Stärken-Schwächen- und Chancen-Risiken-Methoden miteinander. Die gute und einfache Veranschaulichung wird als Vorteil dieser Analyse Methode gesehen. Die Abkürzungen stehen für: S-Strenghts (Stärken) / W-Weaknesses (Schwächen) / O-Opportunities (Chancen) / T-Threats (Risiken). 







    1 Vgl. BRAUN/ LOHMANN 1989, S. 12-23
    2 Vgl. FVW 15.09.2000
    3 Vgl. F.U.R 2000
    4 KASPAR 1996, S. 121
    5 Vgl. FREYER 2007, S. 199
    6 Vgl. F.U.R., S. 1
    7 Vgl. ZENTES 1993, S. 366 siehe HEINRICH 1999
    8 HEINRICH 1999, S. 301
    9 FREYER 2007, S. 456/466
    10 BRUHN 2007, S. 245
    11 FREYER 2007, S. 528
    12 NUFER 2002, S. 19

     

     

     

     

     

    Allgemeines  
       
    Präsentation  
      Am 04. April 2008 findet die Präsentation dieses Projektes in der Aula der Düsseldorfer Tourismusfachschule statt.
     
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